die wahrheit ist, man hat uns nichts getan

Veröffentlicht auf von Emily Dawn

Wir waren nie das, was ich je als perfekt bezeichnen würde. Wir waren eigentlich so ziemlich das Gegenteil von Perfektion. Wir waren nie füreinander gemacht, waren völlige Gegenteile. Hätten wir uns nicht geliebt, hätten wir uns gehasst und wäre ich dir nicht zuerst auf deiner guten Seite begegnet, hätte ich dich wohl nie kennen wollen. Du bist alles das gewesen, das ich immer als nervenaufreibend und provozierend empfand. Ich war nie der Mensch, den du gewählt hättest, wärest du ihm auf der Straße begegnet. Hätten wir uns in einer Bar gesehen, hätten wir durcheinander hindurch gesehen. Und wäre nicht eines Tages mein Herz in deine Hände gefallen, dann hätte ich früh erkannt, dass aus uns nichts wird. Wir hatten immer nur eine kleine Gegenwart und es war immer klar, dass wir nie eine Zukunft haben würden. Wir, das war für mich nie etwas, das bleiben würde und nie etwas, das einfach sein würde. Es hätte uns nie geben dürfen, aber wir waren da. Wir haben überall Fingerabdrücke hinterlassen und selbst wenn ich uns lösche, bleiben sie. Wir waren etwas, das ich, hätte ich es von außen betrachtet, jedem abgeraten hätte. Auch wenn ich mir tausend Mal wünsche, es rückgängig machen zu können, so weiß ich wirklich nicht, ob ich das tun würde, wenn ich doch die Macht dazu hätte. Und auch wenn wir nie zusammen gepasst haben und wir nie eine Zukunft gehabt hätten, habe ich trotzdem geliebt. Nur manchmal ist es hart. Weil es keine zweite Geschichte wie diese gibt. Nie geben wird. Und mit Perfektion kann ich nicht leben, Perfektion berührt mich nicht. Du warst alles Andere als perfekt oder auch nur ansatzweise gut für mich, aber du hast mich berührt. Einfach so, unfähig es zu erklären oder zu verstehen oder zu beschreiben oder auszufüllen. Es ist nur hart, weil ich nicht einmal das Haus deines Freundes betreten könnte, ohne zu zerbrechen, so einfach ist das. So schwierig ist das einfach.

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