neon.de lässt wieder einmal grüßen

Veröffentlicht auf von Emily Dawn

Die letzten Monate habe ich um eine Rolle in deinem Leben gefleht. Schweigend, mit dem Kopf ins Bettkissen gedrückt und die Musik bis zum Anschlag hab ich dagegen gekämpft die Rolle des Mädchens einzunehmen, das du immer haben kannst, wann auch immer du es willst. Wie unzählig oft war ich davor dir zu sagen, wie verloren ich mich ständig fühle und wie sehr du gerade fehlst. Ich wollte all diese liebeskranken Dinge nicht tun. Kein Heulen, keine traurigen Blicke in deine Richtung, keine Anschuldigungen. Kein Monster sein. Stattdessen habe ich versucht normal zu sein, mich zu unterhalten, zu lachen und zu tanzen. Einfach nur das Mädchen zu sein, nach dem du lange Zeit so verrückt warst. Und genau deswegen bin ich in deiner Abwesenheit immer wieder zum Monster geworden. Hab stundenlang in die Dunkelheit geschluchzt und meine Welt dunkelgrau gemalt. Aber der härteste Teil war einzusehen, wie viel dir deine unzähligen Bettgeschichten wirklich geben und wie wenig du dazu bereit bist, davon los zu lassen. Ich weiß, dass es dir nicht darum ging mich zu einer von ihnen zu machen, doch manchmal erwischt der Schmerz einen da wo man es nicht erwartet hat. Er trifft einen unter der Gürtellinie und hört nicht mehr auf weh zu tun. Genau so ist das mit dir. Und genau deswegen fällt es so schwer nicht einzuknicken. Es ist nicht, dass du dich letztendlich gegen mich entschieden hast, sondern auf welche Weise du es getan hast. Es ist viel mehr so, dass ich immer davon überzeugt war es würde eh nicht klappen. Ein ganzes Jahr über habe ich dagegen rebelliert. Ich bin jetzt soweit einen Schlussstrich zu ziehen. Dich noch einmal zu sehen hat mir viel bedeutet. Aber es war naiv zu glauben, dass wir Freunde sein könnten.

 

I have a hard time standig up and facing those fears

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